Vor dem Hintergrund der strategischen Ausrichtungen nutzt die Stiftung die Chancen, die sich auf den Finanzmärkten bieten. Durch Volumenbeschränkungen sind die mit den Chancen einhergehenden Risiken begrenzt und beherrschbar. Umfassende Finanzmarktkommunikation, aktives Kreditportfolio-Management und ein hoher Anteil an öffentlichen Finanzierungsmitteln garantieren für weite Teile des Kreditportfolios Planungssicherheit.

Die originären Finanzinstrumente auf der Aktivseite der Bilanz umfassen im Wesentlichen kurzfristige Forderungen (insbesondere stichtagsbezogene Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen) und Flüssige Mittel. Soweit bei den Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. Durch die Streuung der Finanzmittel auf Geschäftsbanken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen werden die vorhandenen Sicherungssysteme voll genutzt.

Auf der Passivseite der Bilanz bestehen originäre Finanzinstrumente insbesondere in Form von Bankverbindlichkeiten, die größtenteils Objektfinanzierungen betreffen.

Wesentliche Risiken können sich bezüglich der Bankverbindlichkeiten insbesondere aus Finanzierungsrisiken (Zinsänderungsrisiken, Liquiditätsrisiken) ergeben. Die Stiftung richtet ihr Finanzierungsmanagement überwiegend unter der Zielsetzung langfristiger Zinsfestschreibung mit mindestens zehnjähriger Zinsbindung aus. Zwischenfinanzierungskredite für unbebaute Grundstücke werden auf Euribor-Basis abgeschlossen und für die Vorfinanzierung des Bauträgergeschäfts stehen ausreichend Kreditrahmen zur Finanzierung zur Verfügung. Die Entwicklung der Zinsen wird laufend überwacht. Rechtzeitig vor Ablauf der Zinsbindung wird eine Verlängerung bzw. ein Neuabschluss angestrebt. Die Zusammenarbeit mit einer Vielzahl von Banken gewährleistet Kontinuität und Unabhängigkeit bei Finanzierungen. Seit der Finanzmarktkrise wurde der Finanzierungsbereich noch stärker in das Risikomanagement des Unternehmens einbezogen.

Zur Begrenzung von Zinsänderungsrisiken bei variabel verzinslichen Darlehen werden derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) eingesetzt. Die Wirksamkeit des Absicherungszusammenhangs wird regelmäßig überprüft. Die derivativen Finanzinstrumente unterliegen internen Risikokontrollen. Ausfall- und Liquiditätsrisiken bezüglich der abgeschlossenen Derivate werden durch Volumenbeschränkungen und eine sorgfältige Auswahl der Geschäftspartner begrenzt.

Bamberg, 20. Juni 2025

Andreas F. Heipp